Förderverein  Rheinanlagen e.V.

Historisches erhalten, neu gestalten und wieder beleben
 

Der Verein

Der gemeinnützige Förderverein Rheinanlagen e.V. gründete sich am 23.11.2004 aus einer Bürgerinitiative (von 1992) mit dem Ziel der Wiederbelebung der Rheinanlagen durch

  • Wiederbelebung der historischen Idee Augusta's
  • Verschönerung
  • Kultur
  • Bildung
  • Begegnung

Es soll eine Identifikation der Bürger aller Generationen mit der historischen Bedeutung und Entwicklung der Kaiserin-Augusta-Anlagen in der Moderne wieder erreicht werden durch gelebte Attraktivität vor allem in den Bereichen Bildung, Kultur und Naturschutz.

Die 3,5 Kilometer langen Rheinanlagen auf der linken Rheinseite bestehenaus dem Konrad-Adenauer-Ufer und den Kaiserin-Augusta-Anlagen. Die Kaiserin-Augusta-Anlagen, der südliche Teil der Rheinanlagen, wurden zwischen 1856 und 1861 im Auftrag von Augusta von Sachsen-Weimar-Eisenach, der Gemahlin von König Wilhelm von Preußen (ab 1871 Kaiser Wilhelm I.) von dem bekannten preußischen Gartenbaumeister Peter Joseph Lenné d.J. nach Plänen von Hermann Fürst von Pückler-Muskau gestaltet.

Königin Augusta stiftete die Anlagen der Stadt Koblenz für ihre Bürger und übergab der Stadt zusätzlich 25.000 Goldmark für die Pflege und Unterhaltung der Anlagen. Nach ihrem Tode im Jahr 1890 wurde aus Dankbarkeit das Kaiserin-Augusta-Denkmal durch die Stadt Koblenz mit Spenden der Bevölkerung erbaut. Das Denkmal wurde am 18.10.1896 eingeweiht.

Quelle: Holger Weinandt - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=33249883

Der Luisentempel, eine filigrane Gußkonstruktion in Form eines Oktogons, wurde der Kaiserin zum Geschenk von ihren beiden Kindern Luise und Friedrich gemacht. Der in der ehemaligen Sayner Hütte gegossene Pavillon (Renovierung durch den Koblenzer Bürgerverein im Jahr 1979) ziert auch heute noch die Kaiserin-Augusta-Anlagen.

Quelle: Holger Weinandt - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=15151017


1902, zwölf Jahre nach Augustas Tod wurde der zweite Abschnitt der Rheinanlagen - das heutige Konrad-Adenauer-Ufer - vom Kurfürstlichen Schloss bis zum Deutschen Eck gebaut. Im Zweiten Weltkrieg wurden sie durch Bombenangriffe zerstört, wobei auch viele Objekte der ehemals prunkvollen Ausstattung unwiederbringlich verloren gingen. In den 1950er Jahren wurden die Anlagen wieder aufgebaut und in den 1970er nochmals umgestaltet. Im Rahmen der Bundesgartenschau 2011 wurden die Rheinanlagen neu gestaltet. Es ist ein prachtvoller Uferboulevard entstanden, der gesäumt von vielen Sehenswürdigkeiten, zum Flanieren einlädt.



Quelle: Maximilian Dörrbecker (Chumwa) - Eigenes Werk, using OpenStreetMap data for the background, CC BY-SA 2.0,
https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=29254738

Hier einige historische Abbildungen:

Bildnachweise:
[1]
CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=94286
[2]  derivative work: Schaengel89Rheinanlage_07.jpg: Scheuren, Caspar [Ill.] [Hrsg.] - Rheinanlage_07.jpg, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4114976
[3]
derivative work: Schaengel89Rheinanlage_05.jpg: Scheuren, Caspar [Ill.] [Hrsg.] - Rheinanlage_05.jpg, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4114973
[4] verschiedene - Scan des Originals, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=23087324
[5] derivative work: Schaengel89Rheinanlage_04.jpg: Scheuren, Caspar [Ill.] [Hrsg.] - Rheinanlage_04.jpg, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4114972
[6] Caspar Scheuren (1810-1887): Die Rheinanlagen bei Coblenz (Sonderdruck aus der Kölner Zeitung vom Dezember 1866). Berlin 1866, Seite 3., Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=82411798